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Die Musik
inspiriert das Paar,
der Mann improvisiert die Bewegung
und begleitet die Frau bei ihrem Tanz.
Eigenständiges Tanzen
von Mann und Frau,
aktiver weiblicher Tanz,
Förderung der Sicherheit
und Balance im Bewegungsfluss,
Kontrolle der eigenen Achse,
Aktivierung der Dynamik
die Liebe zu jedem einzelnen Schritt.
Und vor allem: Spaß am
gemeinsamen Tanz!
Der Tango Argentino ist Musik, Tanz und Lied. Er entstand vor etwa 100 Jahren in Buenos Aires und Montevideo.
Später kamen Elemente des Jazz hinzu, und Musiker wie Astor Piazolla gaben dem Tango mit dem "Tango Nuevo", dem modernen Tango, völlig neue Impulse.
Der Tango Argentino lebt vom Spiel der Tanzpartner. Zu Beginn eines Tanzes weiß die Frau nicht, welche Schritte sie tanzen wird, denn der Mann führt, interpretiert die Musik
und improvisiert die Schrittfolge. Er zeigt mit aller Aufmerksamkeit und Feinfühligkeit, "wo es lang geht" - respektvoll, höflich (der Mann
begleitet die Dame bei ihrem Tanz), und, wo es passt, mit heiterer Selbstironie.
Die Frau kann sich hingeben, beide können genießen.
Der Tango lebt zu einem großen Teil vom Gefühl und persönlichem Ausdruck. Die nötige Technik muss in der Poesie des Tangos aufgehen. Der Tango
betört mit seiner Leidenschaft und seiner hinreißenden Melancholie. Er ist Sehnsucht, er erfüllt uns den Wunsch nach menschlicher Nähe - wenn auch oft nur für ein paar nächtliche Stunden.
Der Tango lässt uns in eine Welt eintauchen, die so gar nichts zu tun hat mit unserer schnelllebigen Kommunikationsgesellschaft
(wobei die Kommunikation oft das ist was am wenigsten
funktioniert...). Wir lernen im Tango miteinander zu
kommunizieren - mit unseren Körpern. Er nötigt uns nicht dazu, zu hetzen. Im Gegenteil, er kokettiert mit unserer
Gelassenheit, er ermuntert uns zum Genuss.
Zudem ist der Tango nicht nur eine tieftrauige und melancholische Angelegenheit, sondern er bedient sich sozusagen auch heiterer Stimmungslagen. Den Tango-Vals, der an
den Wiener Walzer erinnert, tanzen die Tangueros (besonders gerne) wenn sie beschwingt und vielleicht sogar verliebt sind. Die Tango-Milonga, schneller und lebhafter als der eigentliche Tango, wird bei fröhlichen
Gemütsverfassungen bevorzugt. Die Schritte verändern sich bei diesem Tanz kaum. Was sich ändert, ist der Rhythmus.
Und jeder Tango wird von den Tänzern und Tänzerinnen bis zum allerletzten Takt ausgekostet. Darüber hinaus halten
die Tangueros ihre Partnerin noch zwei oder drei Sekunden im Arm, um das Ende eines Tanzes nicht als ganz so abrupt zu empfinden.
Basiselemente des Tangos:
der kontrollierte Schritt
die geführte Richtungsänderung
der eigenständige Tanz der Frau
die jeweils eigene Achse der Partner
der unterbrochene Schritt
die auf den Partner und die Musik gerichtete Aufmerksamkeit |